N°1305 Carmen

Carmen

Die Wettbewerbsaufgabe, einen architektonisch interessanten und wirtschaftlich optimierten Ersatzneubau für die bestehenden Mehrfamilienhäuser am Carmennaweg in Chur zu entwerfen, war für uns eine spannende Herausforderung. Die zentrumsnahe, aber trotzdem ruhig gelegene Parzelle begeisterte uns von Beginn weg, und erschien uns einerseits durch die kompakte, hoch ausgenutzte Bauweise und andererseits wegen der offenen Fernsicht auf den Hausberg Calanda und der schönen Besonnung, sehr potenzialreich zu sein.
So entstand ein zeitgemässer Neubau mit intelligenter Grundrissstruktur, der sowohl für ältere Ehepaare, junge Familien, aber auch im Berufsleben engagierte Menschen ein attraktiver Ort zum Wohnen ist. Die Wohnungsgrundrisse sind als Zweispänner organisiert und erlauben mit ihrer klaren Struktur eine möglichst flexible Nutzung. Durch die Platzierung der von Ost nach West durchgängigen Wohn- und Essräume lassen sich unnütze Korridorsituationen weitgehend vermeiden. Der grosse, zentrale Raum wird Dreh- und Angelstelle des Wohnens. Jede Wohnung besitzt einen Aussenraum der auf die aussichtsreiche und gut besonnte Westseite ausgerichtet ist.
Bei der Fassadengestaltung bestand der Wunsch, die an diesem Ort eher bieder anmutende, traditionelle Lochfensterfassade mittels markanter, horizontal verlaufender Bänder aus Glattputz aufzuwerten, und dem Haus einen urbaneren Charakter zu verleihen. Ergänzt wird die Fassadengestaltung durch die spielerische Anordnung verschiedener Brüstungshöhen. Damit wird nicht nur die Aussicht und Besonnung der dahinterliegenden Räume unterschiedlich wahrgenommen, sondern erfährt das Gebäude dadurch insgesamt mehr Leichtigkeit und Verspieltheit. Damit gelang es, dem Gebäude eine starke und unaufdringliche Ausdruckskraft zu verleihen.

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